Podiumsdiskussion: Wer hilft uns beim Sterben? Und wie?

  • Termin: Mi., 12. Juni 2024, 19:00 Uhr
  • Leitung: Simon Duncker
  • Ort: Gerberstraße 26 und online via Zoom

Podiumsdikussion im fiph

Wer hilft uns beim Sterben? Wie kann uns beim Sterben geholfen werden? Seitdem das BVerfG im Jahr 2020 den sogenannten "Sterbehilfeparagraphen" 217 StGB kippte, werden diese Fragen vor allem in politischen Debatten um Suizidassistenz gestellt. Hilfe beim Sterben wird hier als Hilfe zum Sterben verstanden. In der Palliative Care hingegen bedeutet Hilfe beim Sterben, den Sterbeprozess erträglicher zu gestalten. Gerade dort wird Sterbehilfe oft abgelehnt und ein gutes Leben bis zuletzt angestrebt.

Und auch außerhalb des professionellen Felds wird geholfen: Freund:innen, Nachbarn oder die Familie kümmern sich um Sterbende, ohne sie eigentlich zu pflegen. Ehrenamtliche statten Menschen in Hospizen und in Pflegeheimen Besuche ab. Und Vereine setzen sich für die Belange älterer und sterbender Personen ein.

Die Varietät von Hilfen beim Sterben sichtbar zu machen, ist Ziel der Podiumsdiskussion. Wir wollen darüber ins Gespräch kommen, wie wir es zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe machen können, förderliche Bedingungen für ein gutes Lebensende zu schaffen. Aus dieser weiten Perspektive möchten wir jenseits der Grabenkämpfe diskutieren, welche Rollen dabei die Suizidassistenz und Palliative Care spielen können und sollen – und welche nicht.

 

U.a. mit Simon Duncker (Forschungsinstitut für Philosophie Hannover), Dr. Nina Streeck (Institut für Sozialethik, Universität Zürich); Prof. Dr. Henrikje Stanze (Hochschule Bremen), Dr. Julia Fischer (TU München)

Zoom: https://zoom.us/j/99227074802