Der Skeptizismus als ethische Herausforderung. Sprache und Subjektivität bei Wittgenstein und Levinas.

  • Termin: Mi., 26. Januar 2022, 19:00 Uhr
  • Leitung: Robin Wehe M.A.
  • Ort: Vortrag im FIPH und online via Zoom

Vortrag Marvin Dreiwes M.A.

Die Philosophien Ludwig Wittgensteins als auch Emmanuel Levinas' stellen auf je eigene Weise eine radikale Kritik an einem klassischen Subjektbegriff dar. Für beide ist es die Sprache, einmal als geteilte Praxis, einmal als Anrufung des Anderen, die zur Bedingung der Möglichkeit von Subjektivität wird. Subjekte stehen somit immer schon in sprachlich verfassten Beziehungen zu einander, aus denen heraus erst Selbstverhältnisse entstehen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich beide an dem cartesianischen Skeptizismus, verstanden als idealistischen Solipsismus, abarbeiten. Zugleich erblicken sie in diesem eine ethische Herausforderung, insofern er nicht allein für eine erkenntnistheoretische Position, sondern für eine praktische Haltung steht.
Der Vortag versucht am Beispiel des jeweiligen philosophischen Umgangs mit dem Skeptizismus und seiner sozialphilosophischen und ethischen Reformulierung, Parallelen und Differenzen der beiden Denker herauszuarbeiten und zu fragen, wie an diese sprachphilosophische Dezentrierung des Subjekts für derzeitige Debatten angeschlossen werden kann.

Marvin Dreiwes M.A. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover und forscht im Bereich der Sprach- und Sozialphilosophie, Phänomenologie und zu neueren Demokratietheorien. Dabei beschäftigt er sich unter anderem mit dem Verhältnis von Natur und Politik und promoviert mit einer Arbeit über Formen der advokatorischen Rede aus alteritätstheoretischer Perspektive.

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