Robin Wehe MA

Philosophie ist für mich eine Haltung, die sich in allen Fragen und Lebenssituationen des Zweifels, der Offenheit und der Komplexität bewusst ist. Während meines Studiums der Ökonomie und Sozialwissenschaften in Bozen und Florenz hat mich diese Art der Welterschließung immer wieder aufs Neue fasziniert, weshalb ich mich nach meinem Bachelorabschluss in Bozen für ein Studium der Interkulturellen Philosophie und Musik in Hildesheim entschied. Das Studium schloss ich mit einer Masterthesis über Albert Camus und sein Werk ab, die vor allem Camus' Umgang mit der nihilistischen Erfahrung verhandelte.

Neben der Beschäftigung mit Camus' Werk und der Phänomenologie interessieren mich Fragestellungen der normativen und angewandten Ethik. Hierbei beschäftigen mich vor allem Fragen nach den zugrundeliegenden Menschenbildern und erkenntnistheoretischen Annahmen: Wie sind normative Begründungen vor bestimmten anthropologischen und epistemologischen Annahmen möglich? Wie verändern diese Annahmen normative Kalküle? Und: Können Ansätze aus der Phänomenologie erkenntnisbringend in die angewandte Ethik integriert werden? Derzeit arbeite ich an einer möglichen Fragestellung für mein Dissertationsvorhaben.