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- Termin: Mi., 09. Dezember 2026, 19:00 Uhr
- Leitung: Jürgen Manemann
- Ort: fiph, Gerberstr. 26, Hannover
Vortrag: Carlotta Voß
Das theoretisch-politische Projekt des „Postliberalismus“, das gegenwärtig von den USA aus in der transatlantischen Welt an politischer Prägekraft gewinnt, hat eine lange Vorgeschichte. Der historische Rückblick zeigt, dass die Entstehung und Konsolidierung der liberalen Demokratie zyklisch von „postliberalen“ Versuchen der Überwindung des Liberalismus begleitet wird, die in ihren Motiven, ihren (theologischen) Referenzen und ihrer Kritik am „Liberalismus“ eine hohe Kontinuität aufweisen. Wie der „Postliberalismus“ heute verstanden sie sich als Entwürfe eines „Dritten Weges“, und wie dem „Postliberalismus“ heute diente ihnen die Verhandlung und Gegenüberstellung US-amerikanischer und europäischer Identität oft als Stellvertreterdiskurs.
Der Vortrag wirft ein Schlaglicht auf vergangene Postliberalismen und nähert sich so über den Umweg der Ideengeschichte der Frage nach den Entstehungsbedingungen des gegenwärtigen „Postliberalismus“.
Vortrag im fiph und online via Zoom – https://eu01web.zoom.us/j/66389143207
Dr. Carlotta Voß ist Historikerin, Publizistin und Politische Referentin. Sie arbeitet zu Fragen der Demokratietheorie und Ideengeschichte. Nach einer Promotion zu antiker Politischer Philosophie war sie Postdoc-Fellow am Justitia Center for Advanced Studies an der Goethe Universität Frankfurt. Sie ist Redakteurin des Online-Magazins "Politik&Ökonomie" und gegenwärtig Fellow am fiph.
HINWEISE ZUR BARRIEREFREIHEIT: Die Veranstaltungen finden in der Regel in deutscher Sprache statt. In den Diskussionen sind auch englische Beiträge willkommen. Die Räumlichkeiten des fiph sind leider nicht barrierefrei zugänglich. Bei Interesse an einer Teilnahme und besonderen Bedarfen sprechen Sie uns gerne im Vorfeld an.
