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- Termin: Di., 14. April 2026, 19:00 Uhr
- Leitung: Hannah Wendt
- Ort: fiph, Gerberstr. 26, Hannover
Vortrag: Lars Leeten
Der Skeptizismus ist vor allem als eine philosophische Position bekannt, die die Möglichkeit von Wissen radikal leugnet. Er steht dann für offenbar absurde Annahmen wie die, dass eine Außenwelt möglicherweise gar nicht existiert. Der Vortrag möchte die skeptische Philosophie dementgegen als eine gelebte Ethik vorstellen, der es darum geht, die menschliche Eitelkeit zu mäßigen und Strategien gegen Selbstgewissheit, Rechthaberei und Fanatismus zu entwickeln. Diese skeptische Ethik erweist sich in der politischen Situation der Gegenwart als erstaunlich aktuell.
Vortrag im fiph und online via Zoom – https://eu01web.zoom.us/j/61854189533
Lars Leeten war nach seiner Promotion in Berlin von 2008 bis 2014 Postdoc am Institut für Philosophie der Universität Hildesheim. Anschließend war er zwei Jahre lang Visiting Researcher an der Universität Oslo und Fellow am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover. 2016 wurde er an der Universität Hildesheim habilitiert. Seit 2017 lehrt er dauerhaft am Institut für Philosophie. Seine Arbeitssschwerpunkte sind die Geschichte der Philosophie (griechische Antike, europäische Moderne), die Erkenntnistheorie in ethisch-politischer Hinsicht (Wissen und Macht, Wahrheit und Politik, skeptisches Denken), die Ethik diskursiver Praktiken (Philosophie als Übungspraxis, Argumentationsethik, Zuhören), die Philosophie der gewöhnlichen Sprache (Wittgenstein, Austin, Cavell) sowie die moderne Kritik neuzeitlicher Rationalität (Nietzsche, Foucault).
HINWEISE ZUR BARRIEREFREIHEIT: Die Veranstaltungen finden in der Regel in deutscher Sprache statt. In den Diskussionen sind auch englische Beiträge willkommen. Die Räumlichkeiten des fiph sind leider nicht barrierefrei zugänglich. Bei Interesse an einer Teilnahme und besonderen Bedarfen sprechen Sie uns gerne im Vorfeld an.
