Die Demokratie von morgen: Repräsentation, Beteiligung und Nachhaltigkeit

  • Termin: Mi., 25. November 2026, 19:00 Uhr
  • Leitung: Jürgen Manemann
  • Ort: fiph, Gerberstr. 26, Hannover

Vortrag: Kira Meyer

 

Im Angesicht der ökologischen Krise werden Demokratien mit der Frage konfrontiert, ob sie zur Lösung langfristiger Probleme überhaupt in der Lage sind. Vor diesem Hintergrund werden sowohl anti-demokratische als auch öko-autoritäre Positionen laut, die darin geeint sind, demokratische Selbstbestimmung in Frage zu stellen. In meinem Vortrag möchte ich aufzeigen, dass diese Positionen einem verkürzten Freiheitsverständnis folgen, das von der Unvereinbarkeit von Freiheit und Nachhaltigkeit ausgeht. Darauf aufbauend soll gefragt werden, wie die Demokratie von morgen aussehen müsste, um die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft vollbringen zu können. Die deliberative Demokratie wird dabei als besonders vielversprechende Konzeption herausgearbeitet. Deliberation wird in diesem Kontext nicht nur als institutionelles Verfahren zur Verbesserung ökologischer Entscheidungen verstanden, sondern als spezifische Form demokratischer Selbstregierung, in der Freiheit, politische Gleichheit und öffentliche Rechtfertigung miteinander vermittelt werden. Die Vorzüge eines solchen deliberativen Demokratie-Verständnisses werden durch einen Ausblick auf Betätigungsfelder, in denen sich Bürger:innen als Gleiche, politisch Handlungsfähige und gemeinsam Verantwortliche erfahren können, beispielhaft aufgezeigt.

 

Fellow-Vortrag im fiph und online via Zoom – https://eu01web.zoom.us/j/66883058342

 

Dr. Kira Meyer hat in Hamburg Philosophie und Politikwissenschaften studiert. Ihren Doktor in Philosophie hat sie 2025 an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel gemacht. In ihrer Doktorarbeit entwickelt sie ausgehend von der Idee des Menschen als leiblich-natürliches Wesen ein Konzept nachhaltiger Freiheit. Zuvor war sie Gastwissenschaftlerin an der Universität Rostock und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der CAU Kiel sowie Universität Hamburg.

 

HINWEISE ZUR BARRIEREFREIHEIT: Die Veranstaltungen finden in der Regel in deutscher Sprache statt. In den Diskussionen sind auch englische Beiträge willkommen. Die Räumlichkeiten des fiph sind leider nicht barrierefrei zugänglich. Bei Interesse an einer Teilnahme und besonderen Bedarfen sprechen Sie uns gerne im Vorfeld an.