- Termin: Mo., 19. Oktober 2026, 18:00 Uhr
- Leitung: Jürgen Manemann (Hannover)
- Ort: Leibniz-Universität Hannover (Raum 109, Gebäude 1502, Königsworther Platz 1)
Öffentliche Vorlesung an der Leibniz-Universität Hannover
Angesichts der gegenwärtigen Krisengemengelage reicht es nicht mehr aus, auf der Basis Christlicher Sozialethik Handlungsperspektiven im politischen Feld zu erschließen. Gefordert ist eine Christliche Politikethik, deren Prinzip „Kluge Radikalität“ ist. Kluge Radikalität erschließt sich vom Guten her. Das Gute schärft den Blick auf die Wirklichkeit. Diese Schärfung des Seh-Sinnes ist die Voraussetzung von Klugheit. Klugheit bricht „Realitäten“ auf, dynamisiert verkrustete Verhältnisse, setzt in Bewegung. Kluge Radikalität steht dafür, Menschenmögliches Realität werden zu lassen. Sie ist das Prinzip christlicher Politikethik. Christliche Politikethik ist eine Veränderungsethik, die aus einem Tun erwächst, das darin besteht, in einer aufs Äußerste berechnenden und berechneten Welt schlicht und einfach umsonst zu handeln. Die Vorlesung führt in Fragen „Christlicher Politikethik“ ein.
Die öffentliche Vorlesung findet immer montags statt, 18:00–20:00 Uhr ab 19.10.2026
Prof. Dr. Jürgen Manemann ist Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind: neue Demokratietheorien, Umweltphilosophie und die Verhältnisbestimmung von Religion und Politik. Von ihm erschienen kürzlich: „Kluge Radikalität. Perspektiven christlicher Politikethik“ (Bielefeld 2026), „Rettende Umweltphilosophie. Von der Notwendigkeit einer aktivistischen Philosophie“ (Bielefeld 2023) und „Revolutionäres Christentum. Ein Plädoyer“ (Bielefeld 2021).
