Dr. Franziska Wildt

Fellow von Oktober 2026 bis September 2028

Zur Person

Franziska Wildts Arbeitsschwerpunkte liegen in der Ästhetik und der Kritischen Theorie, deren philosophischen Grundlagen sowie ihren gesellschaftstheoretischen und sozialpsychologischen Bezügen. Weitere Arbeitsschwerpunkte liegen in der Medien-, Kultur- und Technikphilosophie. Ihre Forschungsprojekte sind an der Schnittstelle zur politischen Philosophie, Sozialphilosophie und sozialen Epistemologie angesiedelt. Ihr Forschungsansatz ist
von materialistischen, feministischen und antirassistischen Perspektiven sowie durch interund transdisziplinäre Zusammenarbeit geprägt.
Franziska Wildt ist seit 2023 Principal Investigator und Postdoc am Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt, wo sie seit 2022 auch den Arbeitskreis für Ästhetik und Medienkultur leitet. Von 2025 bis 2026 hat sie den Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG) vertreten. Zuvor war sie als Doktorandin am IfS (2021-2023) und an der Columbia Universität New York (2022) sowie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (AbK) (2019-2021) tätig. Sie studierte Philosophie, Psychologie und freie Kunst in Frankfurt (Goethe Universität, Staedelschule), Berlin (Universität der Künste) und New York (Columbia University).

Das Projekt am FIPH

Zur Kritik des Technofaschismus. Politik und Kunst im Zeitalter ihrer algorithmischen Generierbarkeit


Ausgehend von Überlegungen der frühen Kritischen Theorie zum Zusammenhang von technologischem Fortschritt und gesellschaftlicher Regression, untersucht das Projekt den Einfluss von maschinellem Lernen und digitalen Technologien auf die Krise der liberalen Demokratie und die Entstehung eines neuen Technofaschismus. Aktuelle medien- und gesellschaftstheoretische Diskurse, die postliberale Tendenzen und neue Formen des Faschismus als Ergebnis des Zusammenspiels von Informationstechnologien und kapitalistischer Vergesellschaftung begreifen, sind dabei ebenfalls wichtige Bezugspunkte. Die Kritik am Technofaschismus umfasst die Frage nach Möglichkeiten des Widerstands gegen diesen und der Rolle, die eine kritische Kunst- und Medienpraxis durch die Entwicklung neuer ästhetischer Techniken und die Herausbildung kritischer Gegenöffentlichkeiten dabei spielen kann.